Die besten Weine vom Weingut Van Volxem

Saarschleife (Bild: Tristan Schmurr/cc) Saarschleife

Saarschleife (Bild: Tristan Schmurr/cc)

Van Volxem ist eines der traditionsreichen Weingüter an der Saar und liegt im Ort Wiltingen in der Nähe der Stadt Trier in der Weinregion Mosel. Das Weingut mit seiner Geschichte und Tradition konzentriert sich auf die Herstellung hochqualitativer Weißweine, insbesondere den Riesling. Insgesamt stellt Van Volxem pro Jahr etwa 300.000 Flaschen Wein her und diese sind alle Weißweine mit Namen wie Riesling Schiefer, Riesling Saar oder Rotschiefer Riesling. Die Strategie von Van Volxem ist die späte Lese der Weintrauben, was per Hand durchgeführt wird. Damit verbunden, ist das Streben nach höchster Qualität und der nachhaltigen Nutzung der Böden. Van Volxem versteht sich dabei eher als eine Manufaktur, welche an den Naturwein glaubt und den Wein durch reine Handarbeit ohne künstliche Hilfen zelebriert.

Übernahme durch Roman Niewodniczanski

Der heutige Inhaber Roman Niewodniczanski, welcher ursprünglich nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie der Wirtschaftsgeografie zunächst tes Unternehmensberater arbeitete, hat das Weingut Van Volxem im Jahr 2000 vom damaligen Inhaber Peter Jordan übernommen. Verbunden mit der Übernahme von Van Volxem wechselte auch die Vermarktung der Weine wieder, da Peter Jordan die Weine unter dem Namen Jordan & Jordan vermarktete. Roman Niewodniczanski hat die Vermarktung der Weine wieder unter den Namen Van Volxem gestellt, was den traditionellen Namen des Weingut widerspiegelt.

In der Zeit als Roman Niewodniczanski bei Van Volxem das Ruder übernahm, befand sich das Weingut in einer schwierigen Situation, da es trotz der Tradition eher heruntergewirtschaftet war und die Weine in der Spitzenklasse der Weinregion Mosel keine Rolle mehr gespielt haben. Mit einem kontinuierlichen Streben nach Perfektion sowie dem Gedanken als Erzeuger für Naturwein gelang es die Van Volxem Weine wieder auf Spitzenniveau zu bringen. Einen wesentlichen Anteil daran hat das gesamte Team bei Van Volxem sowie der im Jahr 2004 eingestellte Kellermeister Dominik Völk, welcher ursprünglich aus Franken kommt. Bestätigt wird dieses kontinuierliche Streben nach Perfektion mit der Aufnahme Van Volxem in den Verband der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP) im Jahr 2007 sowie den zahlreichen Auszeichnungen und Prämierungen der Van Volxem Weine in der jüngeren Vergangenheit.

Van Volxem Weine

Van Volxem Weine unter 10 Euro

Schiefer Riesling 2013

Hier wurde vom Spitzenwinzer an der Saar Roman Niewodniczanski, ein klassisch leichter, trockener und äußerst mineralischer Schieferrielsing erzeugt.

 

Van Volxem Weine zwischen 10 und 20 Euro

Bewirtschaftung der Reben

Die Bewirtschaftung der Reben als Grundlage für die Herstellung der Van Volxem Weine erfolgt auf insgesamt 42 Hektar. Durch seine lange Tradition und Historie hat das Weingut entsprechende Anteile in Kernstücken der Wiltinger Weinberge, die für den Anbau von Weinreben hervorragend geeignet sind durch ihre Ausrichtung, klimatischen Verhältnissen sowie den Bodenzusammensetzungen. Die Böden setzen sich dabei vor allem aus den Materialien Grauwacke, Quarzit, Blau-, Rot- und Devonschiefer zusammen. Besonders interessant dabei ist, dass viele der Weinberge, die von Van Volxem bewirtschaftet werden Steillagen sind. Steillagen sind besonders schwierig zu bearbeiten, sodass der Einsatz von Technik schwierig. Van Volxem setzt daher auf die Pflege und Erhaltung der Weinberge von Hand, was entsprechend aufwendig und mühsam ist, denn die Steillagen an der Saar gehören zu den besten Steillagen der Welt.

 

Bericht „Weinwunder Deutschland“ (Ausschnitt) BR-Fernsehen

Die renommiertesten Weinlagen von Van Volxem

Van Volxem setzt bei der Bewirtschaftung der Rebflächen vor allem auf den Einsatz alter Reben. Die Van Volxem alte Reben haben dabei ein Durchschnittsalter von 40 Jahren. Teilweise haben die Weinberge allerdings alte Reben mit einem Alter von über 120 Jahren, so wie der Wiltinger Gottesfuß. Auf der gesamten Rebfläche der Weinberge des Weinguts werden etwa 98% der Fläche mit der weißen Rebsorte Riesling angebaut. Die Van Volxem Rieslinge, insbesondere der Riesling Schiefer sowie der Kabinett überzeugen stets die Kritiker. Die restliche Anbaufläche wird für die Bewirtschaftung der Rebsorte Weißburgunder verwendet. Der Durchschnittsertrag beträgt bei Van Volxem derzeit 41 hl/ha. In der unten stehenden Auflistung stehen die besten und renommiertesten Weinlagen von Van Volxem:

  • Wiltinger Gottesfuß
  • Wiltinger Kupp
  • Wiltinger Braunfels
  • Wiltinger Scharzhofberger
  • Kanzemer Altenberg
  • Wawerner Goldberg

Interessant bei den Weinbergen vom Weingut Van Volxem ist auch, dass alle Lagen nach der aus dem Jahr 1868 festgelegten preußischen Lagenklassifikation zu den beiden höchsten Güteklassen gehören. Eine große Bedeutung hat für Roman Niewodniczanski die Genetik der Reben, von denen er 19 eigene Selektionen pflegt.

Der Ausbau der Weine erfolgt bei Van Volxem überwiegend im trockenen Stil mit dem Ziel, dass die Saar Rieslinge als abwechslungsreiche Essensbegleiter verwendet werden können mit einem geringen Alkoholgehalt, einer reifen Säure sowie einer dichten und komplexen Struktur. Die Weine sollen ein eindeutiges Lagenprofil erhalten und ein großes Reifepotential besitzen ganz im Sinne der Saar-Rieslinge aus der Epoche der Jahre zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Prämierungen

Hört man auf die Stimmen der Kritiker, dann hat dieses Vorgehen bei Van Volxem durchaus zu Erfolg geführt. Zahlreiche Lobeshymnen uns Auszeichnungen prägen sowohl das Weingut als auch die Van Volxem Weine seit der Übernahme durch Roman Niewodniczanski. Bereits im Jahr 2002 kürte der Gault Millau Weinguide Van Volxem zur „Entdeckung des Jahres 2002 in Deutschland“. Ein erster Ritterschlag der Qualität war sicherlich die Aufnahme von Van Volxem in den Verband der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP) im Jahr 2007. Der Falstaff wählte Roman Niewodniczanski im Jahr 2012 zum „Winzer des Jahres 2012“. Der Eichelmann bewerte 2010 das Weingut mit 4,5 von 5 möglichen Sternen und im Weinführer von Wein Plus wird Van Volxem mit 5 Sternen ausgezeichnet.

Geschichte und Tradition

Van Volxem ist ein ehemaliges Klosterweingut an der Saar, welches auf eine ehemalige römische Villenanlage zurückgeht. Die Fragmente und Reste dieser römischen Villenanlage sind heute noch auf dem Weingut sichtbar. Vermutlich im Jahr 1743, zumindest ist dieses Jahr in einem Schlussstein eines Torbogen markiert, wurde das Klosterweingut gegründet. Dabei wurden von Anfang an die Schiefer-Steillagen an der Saar für den Anbau der Rebstöcke verwendet, die bereits im 3. Jahrhundert durch die Römer angelegt wurden. In Folge der Französischen Revolution sowie der entsprechenden Säkularisierung gelangte das Klosterweingut an den aus Brüssel stammenden Brauer Gustav Van Volxem.

Im Besitz der Familie Van Volxem wurde das Weingut kontinuierlich weiterentwickelt und der Ausbau zu einem der renommiertesten Weingüter im Kaiserreich vollzogen. Die Entwicklung von Van Volxem erfolgte parallel zur Entwicklung der Weine von der Saar sowie der Weinregion Mosel, welche vor Ausbruch des Ersten Weltkrieg weltweit zu den Spitzenweinen gehörten, insbesondere die Schiefer-Rieslinge von der Saar. Zu dieser Zeit waren die Van Volxem Rieslinge auf zahlreichen internationalen Weinkarten präsent.

In Besitz der Familie Van Volxem befand sich das Weingut in vier Generationen bis in das Jahr 1993, als der Münchner Unternehmer Peter Jordan das Weingut übernahm und wie bereits oben beschrieben, die Weine unter der Marke „Jordan & Jordan“ vermarktete ehe im Jahr 2000 Roman Niewodniczanski das Weingut übernahm. Sozusagen schließt sich hier der Kreis, da der jetzige Inhaber ein Erbe der Bitburger Braugruppe ist und aus dem Brauwesen kam auch der ursprüngliche Besitzer Gustav Van Volxem. Die Brüder von Roman Niewodniczanski sind heute die Geschäftsführer von Bitburger.

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