Haltbarkeit von Sekt: Kann Sekt schlecht werden?

Immer wenn es besonders festlich wird, war und ist zu allen Zeiten ein Glas Sekt obligatorisch. In unserer heutigen Zeit beschränken sich die Anlässe für das Gläschen Sekt nicht nur auf die ganz großen Festlichkeiten.

Auch die freudigen Momente des Alltags sind uns heute ein Glas Sekt wert. Ein Abendessen zu zweit, ein gelungener Tag, eine erfreuliche Nachricht … und, und, und, soweit die Fantasie halt reicht.

Die Herstellung von Sekt

Der Herstellungsprozess begründet den Unterschied zwischen Sekt und Schaumwein. Bei der Herstellung von Schaumwein wird dem Grundwein vor der Flaschenabfüllung Kohlensäure zugesetzt, während der Sekt durch einen zweiten Gärungsprozess veredelt wird.

Vor diesem zweiten Gärungsprozess werden verschiedene, besonders ausgewählte Weine zusammengestellt – die „Cuvée“. Eine gelungene, ausgewogene Cuvée sorgt für eine gleichbleibende Qualität und den unveränderten Charakter einer Sektmarke.

Ausgelöst wird die zweite alkoholische Gärung durch das Hinzugeben von Zucker und Hefe. Dazu werden verschiedene Verfahren benutzt. Das Flaschengärungsverfahren, das Tankgärverfahren (Fassgärung) und das Transvasierverfahren.

Kellergewölbe Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm

Kellergewölbe Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm

Bei der traditionellen Flaschengärung erfolgt der gesamte Gärungsprozess in der Flasche, im Gegensatz dazu wird bei der Tankgärung in modernen Großraumbehältern vergoren und die Hefe entfernt.

Das Transvasierverfahren ist eine Kombination aus Flaschen und Tankgärungsverfahren. Auch ein Sekt aus diesem Verfahren darf im Handel mit dem Zusatz „im Flaschengärungsverfahren hergestellt“ versehen werden.

In allen Herstellungsverfahren wird der Zucker vollständig in Alkohol und Kohlensäure aufgespalten. Der Sekt ist aus diesem Grund völlig zuckerfrei.

Deshalb wird eine, nach EU-Richtlinien genau definierte Menge von im Wein gelösten Zucker zugesetzt (die Versanddosage). Das bestimmt, ob der Sekt brut, trocken, halb trocken oder mild ist.

Die Geschmacksrichtungen

Beim Alkoholgehalt des Sekts gibt es keine großen Unterschiede, hier liegt die Mindestanforderung bei 10% Alkohol, der Durchschnitt liegt bei in etwa 11% Alkohol.

Die Geschmacksrichtungen sind, abhängig vom Restzucker, in sieben Stufen eingeteilt:

  • brut natur, naturherb
  • extra brut, extra herb
  • brut,herb
  • extra trocken, extra dry
  • trocken, dry, secco, asciutt
  • halbtrocken, medium dry, demi-sec, aboccato
  • mild, sweet, doux, dolce

Die Haltbarkeit von Sekt

Dass lange Lagerung die Qualität verbessert, gilt für Wein – jedoch nicht für Sekt. Der Sekt kommt auf dem Höhepunkt seiner Reife in den Handel und ist sofort trinkfertig.
Eine Lagerung bis zu zwei Jahren ist für die Haltbarkeit noch kein Problem, bei mit Naturkorken verschlossenen Flaschen sogar bis zu drei Jahre. Eine kühle, dunkle Lagerung mit möglichst aufrecht stehenden Flaschen vorausgesetzt.

Das beantwortet die häufig gestellte Frage: „Kann Sekt schlecht werden?“ – er kann.

Kalorien und Sekt

Ein prickelndes Glas Sekt ist ein perfekter Genuss, auch für diejenigen unter uns, die auf ihre schlanke Linie achten müssen. Im Vergleich mit anderen alkoholischen Getränken hat der Sekt brut die wenigsten Kalorien, ein Grund mehr um die freudigen Momente des Alltags öfter mit einem köstlichen Schluck Sekt auf der Zunge zu genießen. 100 Milliliter haben etwa 57 kcal.

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