Die Lage und der Wein oder die Weinlage

Beim Weinbau wird immer wieder gerne von der Lage gesprochen, manche Weine haben sogar auf dem Etikett eine Angabe in Bezug auf die Lage. Was sich hinter diesem Begriff Lage oder auch Weinlage beim Thema Wein verbirgt, möchten wir Ihnen mit diesem Artikel versuchen näher zu bringen.

Kurz gesagt, ist eine Lage ein Stück Land, auf dem Weinreben wachsen. Dazu braucht es keinen langen Erklärungen. Was es sich jedoch mit den Details bei den Weinlagen hat, möchten wir nun im Detail klären.

Die Lage der Rebstöcke, auf denen die Trauben wachsen, die für die Herstellung eines Weins verwendet werden, ist mit ein entscheidendes Kriterium in Bezug auf die Qualität des Weins. Denn die Lage hat bestimmte Eigenschaften in Bezug auf das Zusammenspiel von Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen. Wenn diese Kombination optimal ist, dann reifen harmonische Früchte für den Weinbau heran.

Eine Faustregel dabei ist, dass gute Weine vor allem von Reben erzeugt werden, die im Grenzbereich der Kombination von optimalen Bodentypen und klimatischen Verhältnissen wachsen. Das heißt, dass viele gute Weine nicht auf den fruchtbarsten Böden wachsen, sondern eher auf steinigen und weniger fruchtbaren Böden. Dies hat den Effekt, dass die Rebfrüchte weniger schnell reifen und dadurch mehr Säure speichern.

Höllenberg Assmannshausen

Steillage Höllenberg in Assmannshausen in der Weinregion Rheingau

Viele Weinlagen sind Landstücke, die eine Hangneigung haben. Weinlagen in Hangneigung werden vor allem entlang der großen Flüsse wie Rhein und Mosel bewirtschaftet und als Steillage bezeichnet. In der Weinregion Rheingau werden auf der nördlichen Seite des Rheins viele Weinlagen mit teilweise beachtlicher Hangneigung bewirtschaftet, z.B. der Rüdesheimer Berg Roseneck, welcher eine Hangneigung von bis zu 61° aufweist oder der Assmannshäuser Höllenberg mit einer Hangneigung bis zu 60°.

Berg Roseneck Rüdesheim

Lage Berg Roseneck Rüdesheimer Berg Rheingau

Die Neigung von Weinlagen hin zu Hängen hat den Effekt, dass die Rebstöcke, die auf diesen Weinlagen wachsen mit den Wurzeln sehr tief in die Erdschichten vordringen und dabei die Mineralien und Nährstoffe der jeweiligen Erdschicht aufnehmen und an die Trauben weitergeben und somit den Geschmack des Weins prägen. Teilweise graben sich die Wurzeln der Rebstöcke an den Steilhängen bis zu 15 Meter tief durch die verschiedenen Erdschichten. Je länger das Alter eines Rebstocks ist, desto tiefer graben sich die Wurzeln tief in die Erdschichten. Dies führt dazu, dass viele Winzer Weine erzeugen auf Basis des Ertrags alter Reben. Diese Weine werden dann gerne als „Alte Reben“ oder im Französischen mit „Vieilles Vignes“ bezeichnet.

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